Ein Rigger im BDSM ist die Person, die fesselt – diejenige, die Seile, Fesseln oder Bondage bei ihrem Partner anwendet. Die gefesselte Person wird als Bunny oder Bottom bezeichnet. Der Rigger nimmt die dominante Rolle ein: Er kontrolliert die Szene, die Spannung und das Tempo. Rigger ist nicht nur eine Fähigkeit, sondern eine Dynamik.

Was ist ein Rigger im BDSM?
Ein Rigger ist die Person in einer BDSM-Szene, die Bondage anlegt – typischerweise Seile, aber auch Gurte, Handschellen oder andere Fesseln. Der Begriff stammt aus der japanischen Seil-Bondage-Tradition (Shibari / Kinbaku), wo der Rigger der erfahrene Praktiker ist, der die Muster knüpft.
Im modernen BDSM hat sich die Bedeutung von Rigger über das Seil hinaus erweitert und beschreibt jeden, der die fesselnde, zurückhaltende, dominante Rolle in einer Bondage-Dynamik übernimmt. Der Rigger kontrolliert die Szene: die Spannung, die Position, das Tempo und die Freigabe. Sein Partner – die Person, die gefesselt wird – wird als Bunny oder Bottom bezeichnet.
Ein Rigger zu sein ist nicht nur eine technische Fertigkeit. Es ist eine Rolle, die Verantwortung mit sich bringt: für die Sicherheit der gefesselten Person, für das Lesen ihres körperlichen und emotionalen Zustands während der gesamten Szene und dafür, zu wissen, wann man aufhören muss.
Rigger vs. Bunny: Die zwei Rollen
| Rigger | Bunny / Bottom |
|---|---|
| Legt die Bondage an | Empfängt die Bondage |
| Dominante Rolle | Submissive Rolle |
| Kontrolliert Tempo und Spannung | Kommuniziert Grenzen und Signale |
| Verantwortlich für Sicherheitsüberwachung | Verantwortlich für ehrliche Kommunikation |
| Hält die Szene | Ergibt sich der Szene |
Beide Rollen erfordern aktive Beteiligung. Das Bunny ist nicht passiv – es kommuniziert ständig durch Körpersprache, vereinbarte Signale und verbale Rückmeldungen. Der Rigger liest all das in Echtzeit.
Welche Fähigkeiten braucht ein Rigger?
- Knotenkenntnisse – Nicht alle Knoten sind sicher für Bondage. Rigger lernen spezifische Bindungen, die den Druck gleichmäßig verteilen, sich unter Spannung nicht festziehen und im Notfall schnell gelöst werden können.
- Anatomisches Wissen – Wissen, wo Nerven verlaufen (Nervus radialis, Nervus peroneus) und welche Positionen ein Kompressionsrisiko bergen. Nervenschäden durch unsachgemäße Bondage sind real und können dauerhaft sein.
- Szene lesen – Überwachung von Hautfarbe, Temperatur, Empfindungen und der verbalen und nonverbalen Kommunikation des Bunnys während der gesamten Szene.
- Notlösung – Jeder Rigger hält eine Sicherheitsschere griffbereit. Die Fähigkeit, das Bunny in unter 10 Sekunden zu befreien, ist nicht verhandelbar.
- Aftercare – Die Szene endet nicht, wenn das Seil abgenommen wird. Aftercare – körperliche Wärme, emotionale Erdung, Überprüfung auf Spuren oder Taubheit – ist Teil der Verantwortung des Riggers.
Jenseits des Seils: Kontrollwerkzeuge für den Rigger
Seil ist das definierende Werkzeug der Rigger-Rolle – aber erfahrene Rigger erweitern die Kontrolldynamik über die Bondage hinaus auf das, was ihr Partner während der Szene trägt, fühlt und erlebt. Tragbare Silikonspielzeuge geben dem Rigger eine zweite Kontrollebene: Das Bunny wird gleichzeitig gefesselt und stimuliert, wobei der Rigger beides bestimmt.
Zwei Kategorien eignen sich besonders gut für Rigger-Szenen:
- Tragbare Strap-on / Dildo-Höschen – Der Rigger kontrolliert, was sein Partner in die Szene mitbringt. Das Bunny ist gefesselt und trägt ein penetrierendes Spielzeug – der Rigger bestimmt, wann und wie es benutzt wird.
- Fantasy-Cock-Sleeve-Höschen – Tragbare Silikonhülle, die der Rigger seinem Partner vor dem Fesseln anlegen lässt. Die Hülle wird Teil der Fesselungsdynamik – das Bunny ist gleichzeitig körperlich verändert und gefesselt.
Empfohlene Produkte für Rigger-Szenen
Strapon Große Realistische Dildo-Unterhose
Tragbare Strap-on-Dildo-Hose aus Platin-Silikon. Der Rigger kontrolliert, was sein Partner in die Szene mitbringt – dies ist das Werkzeug dafür. Realistisches, lebensechtes Design, sicherer Sitz, kompatibel mit Bondage-Positionen.
Dog Knot Fantasy Cock Sleeve Panty
Fantasy-Hülle aus Platin-Silikon, die als Unterwäsche getragen wird. In einer Rigger-Szene trägt das Bunny diese, bevor es gefesselt wird – die Hülle wird Teil der Fesselungsdynamik. Fantasy-Hundeknoten-Design, sicherer Tragesitz, durchgehend körperfreundliches Silikon.
Sicherheitsgrundlagen für Rigger
- Vor jeder Session ein Safeword und ein nonverbales Signal festlegen – das Bunny muss die Möglichkeit haben, die Szene sofort zu stoppen, auch wenn Sprechen schwierig ist.
- Eine gefesselte Person niemals unbeaufsichtigt lassen – der Rigger bleibt während der gesamten Szene präsent und aufmerksam.
- Alle 10–15 Minuten die Durchblutung prüfen – das Bunny bitten, Finger und Zehen zu wackeln. Taubheit, Kribbeln oder Farbveränderungen bedeuten sofortiges Lösen.
- Sicherheitsschere jederzeit griffbereit halten – nicht in einer Tasche, nicht am anderen Ende des Raumes. In Reichweite des Arms.
- Lernen, bevor man fesselt – einen Seil-Bondage-Kurs oder Workshop besuchen, bevor man sich an Suspension oder komplexe Bindungen wagt. Online-Tutorials reichen für Hochrisikopositionen nicht aus.

FAQ
Was bedeutet Rigger im BDSM?
Ein Rigger im BDSM ist die Person, die Bondage – Seile, Fesseln oder andere Bindemittel – bei ihrem Partner anlegt. Der Rigger hat die dominante Rolle in der Szene inne und kontrolliert die Spannung, Position und das Tempo der Bondage. Die gefesselte Person wird Bunny oder Bottom genannt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Rigger und einem Dominant?
Alle Rigger sind im Kontext ihrer Bondage-Szene Dominante, aber nicht alle Dominanten sind Rigger. Ein Dominant ist jeder, der die kontrollierende Rolle in einer BDSM-Dynamik übernimmt. Ein Rigger bezieht sich speziell auf jemanden, dessen primäres Kontrollmittel Bondage ist – Seile, Gurte oder Fesseln. Ein Dominant könnte Impact Play, Befehle oder andere Methoden ohne jegliche Bondage verwenden.
Was ist ein BDSM-Bunny?
Ein Bunny (auch Rope Bunny oder Bottom genannt) ist die Person, die in einer Bondage-Szene gefesselt wird. Der Begriff stammt aus der japanischen Seil-Bondage-Tradition. Das Bunny übernimmt die submissive Rolle – es empfängt die Bondage und übergibt die Kontrolle über seine Position und Bewegung an den Rigger.
Braucht man Erfahrung, um Rigger zu sein?
Ja. Bondage birgt reale körperliche Risiken – Nervenkompression, Durchblutungsstörungen und Lagerungsverletzungen sind bei unsachgemäßer Technik alle möglich. Anfänger sollten mit einfachen Handgelenkfesseln aus weichem Seil beginnen, zuerst Sicherheitstechniken zum Lösen lernen und vor komplexen oder Hängebindungen einen Präsenzkurs oder Workshop besuchen.
Welches Seil verwenden Rigger?
Naturfasern wie Jute und Hanf sind die traditionelle Wahl für Shibari und Kinbaku. Sie haben einen guten Griff, halten Knoten gut und besitzen eine ästhetische Qualität, die synthetische Seile nicht erreichen. Baumwollseile sind weicher und anfängerfreundlicher. Synthetische Seile (Nylon, MFP) sind leichter zu reinigen, haben aber weniger Griff. Anfänger beginnen typischerweise mit Baumwolle oder MFP, bevor sie zu Jute wechseln.




